Chronik des Quartiervereins Kappelerhof



2010
Verschiedene Aktivitäten durch das ganze Jahr zum 100 Jahr-Jubiläum Quartierverein Kappelerhof. 100 Geburtstagskerzen entlang der Bruggerstrasse und verteilt im Quartier, zeigen den Ausnahmezustand an. Am 22. Januar wird die 100. Generalversammlung abgehalten. 9. – 18. April Fotoausstellung und Einweihung Jubiläumsbuch 100 Jahre Quartierverein Kappelerhof. Höhepunkt des Jubeljahres ist das Geburtstagsjubiläumsfest vom 27.8. – 29.8.2010.

2009
Dieses Jahr steht ganz in den Vorbereitungen für das Jubiläum 100 Jahre Quartierverein Kappelerhof. 27. Juni: Kappi-Fäscht im Brisgi. Cornelia Haller wird zur ersten Präsidentin des Quartiervereins und Pascale Bruderer (ebenfalls Kappelerhöflerin) wird zur Nationalratspräsidentin gewählt.

2008
Die Lärmschutzwände werden erstellt. Der Mitstreiter Hans Baumann erlebt die Fertigstellung nicht mehr. 21. Juni: Kappi-Fäscht auf dem Schulhausareal mit Kappi-Fussballturnier. 30-jähriges Bestehen der Zeitung "Euse Kappi". Kurt Bhend wird Ehrenmitglied des Quartiervereins Kappelerhof.

2007
12. April: Die schreckliche Bluttat im "La Cappella" wühlt und rüttelt die Bewohner im Kappi auf und macht traurig. 23. Juni: Einweihungsfest Kraftwerk Kappelerhof durch die Behörden. Anschliessend Quartierfest zusammen mit dem Quartierverein Nussbaumen Süd mit verschiedenen Aktivitäten und einem Lichtermeer auf dem Kappisee. 30. Juni: Brisgifest. 17. – 26. August: Mitwirkung des Kappi-Quartiers an der grossen Badenfahrt. Unter dem Motto "Moulin Rouge" entstand eine attraktive Beiz mit gutem Programm und 2 Wagen für den Umzug.

Quartierstatistik Stand: 31.12.2007


SchweizerInnen AusländerInnen Total
Total 1844 1144 2988
Oberer Kappi 821 373 1194
Unterer Kappi 1023 771 1794


2006
Die Eidgenössische Rekurskommission (REKO INUM) hat beschlossen, dass die zusätzlichen Lärmschutzwände im unteren Kappi (Länge: ca. 300 m; Kosten: ca. Fr. 800'000.-) von den SBB gebaut werden müssen. Von der Gemeinde Obersiggenthal und dem Kanton werden im Bereich der neuen Brücke zusätzliche Wände mit einer Länge von ca. 300 m erstellt. 20. Mai: Umwelttag. Abfall im Kappi – ein Thema, das alle angeht. 26. Juni: Seenachtsfest: Einweihung des Kappisees zusammen mit dem Quartierverein Nussbaumen-Süd – grosses Feuerwerk. Wohnen 55plus: Eine Gruppe interessierter Kappelerhöfler sucht nach finanzierbaren, umbaufähigen Wohnobjekten.

2005
Wechsel an der Spitze des Quartiervereins: Nach 9-jährigem Präsidium übergibt Urs Meyer das Zepter seinem Nachfolger, Rene Müller. Die Quartierzeitung "Euse Kappi" erscheint in einem neuen Gewand. Am 25./26. Juni findet das zweitägige Kappi-Fäscht statt. Gleichzeitig feiert der FC Kappelerhof sein 40-jähriges Bestehen. Die Buslinie 9 wird bis zum Kraftwerk verlängert. Der Roggebode erhält eine Haltestelle. Nach einer gründlichen Renovation erstrahlt die Kapelle Mariawil in neuem Glanz. Der ehemalige Quartiervereins-Präsident Lukas Voegele wird in den Badener Stadtrat gewählt. Pater Karl Widmer wird Ehrenmitglied des Quartiervereins.

2004
Die Post ist mittlerweile geschlossen! Auf die Baubewilligung zur Erstellung von Lärmschutzwänden wird weiterhin gewartet. Erste Ergebnisse der laufenden Quartieranalyse werden vorgestellt: Der grösste Handlungsbedarf besteht im Bereich Eulenweg – 1. August-Wiese, in der Zurückstufung des Waldrandes, der Ausgestaltung der Bruggerstrasse, der Verbesserung des Zusammenlebens der Bewohner und Bewohnerinnen der Brisgistrasse 20 – 24 sowie in der Konfliktlösung durch Mediation im Gebiet Stockmatt. Am 15. Mai steigt das Kappi-Fäscht unter dem Motto "Vergnügen – Kennenlernen – Integrieren".

2003
An der Bruggerstrasse werden im Abschnitt Schellenacker bis Bushaltestelle Kapelle die Werkleitungen erneuert. Der Quartierverein sammelt Unterschriften für 2 Petitionen:
- die Poststelle soll dem Quartier erhalten bleiben.
- Gegen den seit Jahren immer weiter zunehmenden Bahnlärm im Gebiet Kappelerhof (Stadt Baden) und Obersiggenthal.
Im Kappi wird im Auftrag des Stadtrates eine Analyse zur Quartierentwicklung erstellt.

2002
Endlich wurde die seit Jahren geplante Brücke vom Kappelerhof nach Rieden fertig gestellt. Bei der grosszügigen Eröffnungsfeier war viel los. Verschiedenste Stände, Bühnen mit Unterhaltungsmusik und ein grosses Feuerwerk krönten den Anlass.

1999
Frau Martha Sieber-Meier wurde an der Generalversammlung fuer ihre grosse und sehr erfolgreiche Taetigkeit zum Ehrenmitglied ernannt.
Obersiggenthaler-Bruecke: Der Bau beginnt! «Was lange waehrt, wird endlich ...»
Aus Anlass des 90-jaehrigen Bestehens unseres Quartiervereins soll im Juni 2000 ein 3-taegiges «Kappi-Faescht»stattfinden. Der Vorstand wartet an der GV bereits mit detaillierten Plaenen auf.

1998
Der Fussweg am Muellerbaechli erhaelt eine sehr gute und ueberaus geschaetzte Beleuchtung. Es wird eine viel beachtete Fotoausstellung durchgefuehrt.
75 Jahre Mariawil. Ein wahrer Gluecksfall war der Bau des Priesterhauses neben der Kapelle Mariawil, in welches die Redemptoristen-Patres eingezogen sind und seither ihre sehr geschaetzte und segensreiche Taetigkeit entfalten. – Tempo 30 wurde fuer die Stockmattstrasse, den Eulenweg, bei der Schule und im Roggebode eingefuehrt und ist ein Erfolg. Auch der Fussgaengerstreifen ueber die Fluhmattstrasse bewaehrt sich.

1997
Dieses Jahr stand ganz im Zeichen der «La Badenfahrt». – Der Kappi nahm mit 4 Wagen, veritable «Kunstwerke», am Umzug teil. Unsere Beiz, als praechtiger und bewunderter «Venus-Garten» am Bahnhofplatz gestaltet, war ein enorm besuchter Treffpunkt.

1996
Nach 6 Jahren Quartiervereins-Praesidium und grossem Einsatz zieht sich Raphael Weisz zurueck. Neuer Praesident: Urs Meyer.
Die KdJ-Huette wurde unter der Leitung von Werner Gnos in riesiger Fronarbeit einer totalen Renovation unterzogen und erstrahlt in neuem Glanz. Sie kann von jedermann gemietet werden. – «Textile Arbeiten» hiess das vielbeachtete Thema der diesjaehrigen Hobby-Ausstellung. – Elsbeth Matter, unsere beliebte Kindergaertnerin, verlaesst nach fast 30 Jahren ihren Kindergarten. – 20 Jahre Kappi-Clique.

1995
Die Gemeinnuetzige Bau- und Siedlungsgenossenschaft Laegern stellt ihr Mehrfamilienhaus-Projekt vor, das auf dem Areal der heutigen Schrebergaerten realisiert werden soll. «Hobby-Kuenstler im Kappi»: «Figuren/Skulpturen» finden grosses Interesse. Der FC Kappelerhof wird 30 Jahre alt.
«Quartiermutter» Liseli Mueller ist gestorben. Siehe separaten Artikel von Elisabeth Wiederkehr-Mueller.

1994
Unser Verein unterstuetzt mit der Beiz «McKappi» mit grossem Erfolg das Altersheim Kehl anlaesslich ihres Grossanlasses zum 30-jaehrigen Bestehen und liefert erfreuliche 3000 Franken ab.
Die beliebten Schrebergaerten muessen leider aufgegeben werden. Grund: Mehrfamilienhaus-Ueberbauung. – Der Quartierverein unternimmt einen Anlauf gegen den so unbeliebten Hundedreck und laesst «Robidogs» aufstellen.
«Hobby-Kuenstler im Kappi», diesmal mit dem Thema Bilder.
50. Ausgabe von «Euse Kappi».
Eine ausserordentliche GV sagt JA zu Alterswohnungen im Brisgi. Der Vorstand verfolgt das Projekt weiter.

1993
Der Stadtrat Baden kommt ins Quartier, um Kontakt zu pflegen und mit uns die quartierspezifischen Probleme zu besprechen. – Schoene Kuenstler-Ausstellung, die zu einem Grosserfolg wird. Thema: Puppen. 47 Haeuser wurden mit Advents-Motiven wunderschoen geschmueckt.

1992
Imposante Einweihungsfeier mit tollem Quartierfest unserer lang ersehnten Schulhaus-Ueberbauung und des Quartierzentrums. Dazu wurde eine aufschlussreiche Sondernummer von «Euse Kappi» herausgegeben.
Die Maennerchoere Kappelerhof und Ennetbaden fusionieren. Grund: zu wenig Saenger bei beiden Choeren!
Eine initiative Elterngruppe aus dem Kappi gruendet den «Verein Kinder-Mittagstisch im Kappelerhof». Es werden nicht nur das Essen, sondern auch eine schulergaenzende Betreuung und Aktivitaeten fuer Familien des Quartiers angeboten, usw.
Lukas Voegele wird an der Generalversammlung zum Ehrenmitglied ernannt.

1991
Mit dem Thema «Tueuefelsbrugg» und der originellen «Tueuefelsbeiz und –Bar» macht unser Quartierverein am Regionalfest nicht nur mit, sondern auch einen glaenzenden Eindruck.

1990
Sternsingen. «Das ist der Stern von Bethlehem». Erstmals wurde dieser schoene alte Brauch auch im Kappi aufgenommen. Unter der Leitung von Pater Karl Widmer und Margrit Keller zogen 24 Kinder mit Kerzen und dem leuchtenden Stern durch unser Quartier.
Lukas Voegele tritt nach 6 Jahren als Praesident des Quartiervereins zurueck. Die GV dankte ihm mit langem Applaus fuer seine vorzuegliche Taetigkeit. Neuer Praesident: Raphael Weisz.
Unser Quartierverein erhebt Einsprache beim Gemeinderat Baden zur Projektauflage zum «Neuen Limmatuebergang Baden-Obersiggenthal».
Vortraege und hochinteressante Berichterstattungen unseres Mitbuergers Andreas Gruenholz ueber seine 3-jaehrige faszinierende Taetigkeit als Handwerkslehrer in Kenya.


1989
Schulhaus-Erweiterung: Die Schuelerzahlen sind derart angewachsen, dass eine Erweiterung unausweichlich wird. Der Stadtrat beantragt, das Projekt «Luft» der Architekten Schnebli + Haeuselmann zu verwirklichen. – 10 Jahre Altersturnen. Leider hat «Euse Kappi» den Tod eines weiteren Redaktors der ersten Stunde zu beklagen: Hans Schaffner, 62 jaehrig. Auch er ein Mitgruender mit totalem Einsatz. Bei den ersten Ausgaben stellte er seine Stube jeweils als Redaktions- und Schreibbuero zur Verfuegung.

1988
Endlich wird eine Orientierung ueber die seit Jahrzehnten geplante Bruecke Obersiggenthal durchgefuehrt. Unser Vorstand legt vor allem Gewicht auf die flankierenden Massnahmen. – Im Alter von 65 Jahren stirbt unser Mitgruender und Redaktor Willy Maeder. Willy war ein begnadeter Schreiber und wunderbarer Freund.


1987
Badenfahrt: Quartierthema «KappiRail» und «Kappi-Rail-Station». Wir nehmen mit 5 Bildern am Umzug teil. Als Beiz wurde ein origineller Spaghetti-Express auf dem Bahnhofplatz eingerichtet, der sich eines grossen Zuspruchs erfreuen konnte. Unser Vorstand unternimmt einen neuen Anlauf zur Schulhaus-Erweiterung. Ein erstes Projekt wird vorgestellt.

1986
Start des Kappi-Laientheaters «Thekalaila» = THEater KAppi LAien LAchen.(Der Name stammt von Frau Emma Frisch). Das Publikum ist vom Stueck «Zimmer z‘vermiete» von A – Z begeistert! Der Quartierverein uebernimmt die Fuehrung der Tiefkuehlanlage COOP. Der Chilemattweg wird verkehrsfrei. Hans Frei, Ehrenmitglied und langjaehriger Quartiervereins-Praesident, stirbt im Alter von 77 Jahren.

1985
Bruecke Obersiggenthal: Der Baubeginn wird erneut verschoben. Voraussichtlicher Beginn 1989.
Areal Kornfeld: Diese wunderschoene Wiese soll bald ueberbaut werden! (siehe Gedicht von Frau Helene Brunner.)
Eventuell Gedicht Helene Brunner hier oder gerade nebenan plazieren
Grossartiges Jubilaeumsfest «75 Jahre Quartierverein Kappelerhof» in der Garage Mueller. Viele Veranstaltungen aller Art. Die Redaktion von «Euse Kappi» erstellt eine ausgezeichnete und detaillierte Jubilaeums-Ausgabe.

1984
Josef Dietschi tritt als Praesident zurueck, sein Nachfolger wird Lukas Voegele. Die Aera Dietschi darf als die erfolgreichste in der Geschichte des Quartiervereins angesehen werden. Sein temperamentvoller Einsatz waehrend 10 Jahren war mitreissend. Die Versammlung dankt ihm und verleiht ihm die Ehrenmitgliedschaft. Vorschau auf das Jubilaeum «75 Jahre Quartierverein».

1983
Die Fotoausstellung «100 Jahre Kappelerhof» findet auch ausserhalb des Quartiers viel Beachtung.

1982
Badenfahrt. Unser QV waehlt das Thema «In 80 Tagen um die Welt». ueber 300 Kappelerhoeflerinnen und Kappelerhoefler nehmen am Umzug teil. 9 praechtige Wagen. Der «Kappi-Trullo» auf dem Bahnhofplatz hatte stets Hochbetrieb. Schlussfeier in der Turnhalle. Das 400. Mitglied wird gefeiert.

1981
Abschiedsfest fuer Pater Josef Ambuehl, der zum Ehrenmitglied des Quartiervereins ernannt wird. Grosse Feier in der Autohalle der Garage Mueller.

1980
Familie Schmid-Andsten pflanzt eine Roteiche im Ifang, der damit den Charakter einer Wohnstrasse erhaelt. Der Chilemattweg wird mit einem Fest eingeweiht.

1979

50 Jahre Maennerchor. Festhuettenbetrieb und oekumenischer Gottesdienst.


1978
Der KdJ feiert sein 10-jaehriges Bestehen. Er spielt noch immer eine grosse Rolle bei den Jugendlichen.
Die 1. Nummer der Quartierzeitung «Euse Kappi» wird gedruckt. Initiant ist der Quartiervereinspraesident Josef Dietschi. Mitarbeiter: Willy Maeder, Hans Schaffner, Fredy Schlegel.
Rege Bautaetigkeit im Quartier. Das Schnebli-Areal an der Bruggerstrasse wird ueberbaut.

1977
Die Insel beim Kraftwerk wird dem Quartier uebergeben. Das Inselifest lockt ueber 250 Personen an.
Badenfahrt mit Kappi-Stueva, ein unvergessliches Fest. Thema des Kappi-Umzuges mit ueber 250 Teilnehmern: Der Rhein.

1976
Wohnhaus und Fabrik auf dem Schnebliareal werden abgerissen. Gruendung der Kappi-Clique , der Erwachsenenrunde und des Mitmenschlichen Dienstes. Der Uferweg vom Kraftwerk zum Brisgi wird mit viel Volk feierlich eingeweiht.

1974-1975
Praesident Mueller zieht nach Ruetihof. Neuer Praesident wird Josef Dietschi. Die Pflanzplaetze am Ausgang des Quartiers werden fuer 10 Jahre gepachtet und schnell von den Hobbygaertnern bebaut. Die Beteiligung am «Badener Musilaeum» war ein voller Erfolg. Sujet fuer den Kappi: Der Goldene Westen. 204 Teilnehmer am Umzug, der «Saloon» war eine sehr gut besuchte Beiz.

1972
Die Bisquitfabrik Schnebli stellt den Betrieb ein. Die Fabrik hatte von 1906-1972 eine bedeutende Rolle im Quartier gespielt.

1971
Fussgaengerunterfuehrung im Oberen Kappi. Einweihung der KdJ-Huette am Waldrand. Sie wird zum Ort der Begegnung fuer die Jugendlichen des Quartiers.

1970
Eroeffnung des neuen Hotels Kappelerhof. (Die Geschichte des Hotels kann in einem separaten Beitrag nachgelesen werden.) Bei der Turnhalle wird ein durch Paul Augustoni geschaffener Kuenstlerischer Schmuck aufgestellt.

1969er neuen Turnhalle. Der Maennerchor feiert sein 40-jaehriges Bestehen. Georg Mueller wird neuer Praesident des Quartiervereins.

1968br> Eroeffnung des neuen COOP-Centers. Vor dem Durchgang zur Post wird der Brunnen des Bildhauers Papst in Betrieb genommen. Pater Josef Ambuehl gruendet den «Kreis der Jungen» = KdJ.
In dieser Zeit der Hochkonjunktur (noch vor dem Erdoelschock) wurde auch im Kappi enorm viel gebaut. Nach der Quelle-Ueberbauung wurden u.a. die Hochhaeuser Stockmattstrasse 75 (1968), Fluhmattstrasse 31-37 (1971-1972) und Roggebode 5 (1972) fertiggestellt und bezogen.

1967
Fertigstellung der ueberbauung «Quelle», Eroeffnung des Restaurants «Quelle» und auch der neuen Poststelle. Der Bau einer Doppelturnhalle wird beschlossen. Der Quartierverein hat 165 Mitglieder. RekordEinwohnerzahl im Kappi: 3'600 Personen, wovon 1'600 im Brisgi!

1965-1966
Die Bevoelkerung ist so stark angewachsen, dass die zwei Schulhaeuser aus den Naehten platzen. Schulhaus Nr. 2 wird aufgestockt und eingeweiht.

1964
Der Quartierverein ersucht die Kreispostdirektion, im Kappi eine Poststelle zu eroeffnen. Die Stadt will unseren 1. AugustHuegel ausbauen und legt die Plaene vor.

1962-1963
Ein Fussballplatz wird am Waldrand gebaut.

1961
Die Bruecke soll von 1965 bis 1968 gebaut werden ...


1960
50 Jahre Quartierverein Kappelerhof. In der GV wird der Anlass schlicht gefeiert. Plaene bestehen ueber den Ausbau Bruggerstrasse auf vier Spuren. Wie wird der Anschluss sein an die Siggenthaler Bruecke? Wann?

1959
Neuer Praesident ist Walter Minder.

1956
Fragen um die Strassenfuehrung beschaeftigen auch den Quartierverein: Autobahn? Kantonsstrasse? Siggenthaler Bruecke?

1955
Vollendung neuer Mehrfamilienhaeuser. Neue Zuzueger. Bleibt der «Dorfcharakter» des Quartiers erhalten?

1954
Der Strassenausbau im Wilerloch ist beendet.

1952-1953
Die Kanalisation laengs des Stockmattgrabens ist erstellt. Keine Verschmutzung des Baches mehr durch Abwaesser von der Allmend. Das zweite Quartierschulhaus wird gebaut und eingeweiht. Es hat zwei Klassenzimmer, einen gedeckten Pausenvorplatz und eine grosse Spielwiese.

1951
Beim Martinsbergfelsen entsteht eine Abortanlage. Klagen werden laut ueber wilde Kehrichtablagerungen am Waldrand, an Baechen, am Bahnbord. Und: sonntags soll keine Waesche aufgehaengt werden.

1950
Im Kappi besuchen 35 Kinder den Kindergarten, 24 die 1. Klasse. Die Anzahl Einwohner betraegt 1318 Personen, wovon 348 Kinder unter 15 Jahren.

1949
Die ersten Gebaeude der LaegernGenossenschaft sind im Entstehen. Die Kapelle Mariawil wird renoviert.

1948
Der Quartierverein bemueht sich um die Uebernahme der privaten Fluhmattstrasse, des Kappelerwegs und der Oberwilerbergstrasse durch die Stadt.

1947
Das Badener Fest «100 Jahre Eisenbahn» beschaeftigt saemtliche staedtischen Arbeiter. Dringende Strassenarbeiten im Quartier bleiben liegen.

1946
Ruecktritt von Praesident Schleucher. Neuer Praesident wird Hans Frei. Der Konsum hat im Unteren Kappi eine Verkaufsbaracke erstellt. Der Autobus in den Kappi funktioniert wieder. Es wird eine Buslinie BadenGebenstorf-Birmenstorf eingerichtet.
BBC erstellt im Brisgi vier Wohnbaracken fuer die auslaendischen Arbeitskraefte. Da die Industrien der kriegfuehrenden Laender schwer gelitten haben, erlebt die Schweiz einen grossen Aufschwung. (Die Geschichte des «Brisgi» ist in einem separaten Artikel nachzulesen.)

1945
Ende des Krieges, die Menschen atmen auf. Im Oberen Kappi sind weitere ueberbauungen vorgesehen. Ein Spazierweg vom Gaswerk entlang der Limmat zum Baederviertel wird von allen Kappelerhoeflern sehr begruesst.

1944
Das neue Schulhaus steht. Es sind zwei Raeume, einer fuer den Kindergarten, und einer fuer das 1. + 2. Schuljahr. Die beiden Lehrkraefte Frl. Widmer und Frl. Rothenfluh sorgen fuer einen liebevollen Schulbetrieb.

1943
Trotz aller Einschraenkungen beschliesst die Gemeindeversammlung den Bau eines Schulpavillons im Kappelerhof. Die Bemuehungen des Quartiervereins haben viel zu diesem Erfolg beigetragen. Baukosten: Fr. 80'000.–

1942
Die Bautaetigkeit ist gaenzlich zum Stillstand gekommen. Der Kinderspielplatz dient der «Anbauschlacht» (Plan Wahlen). Fuer den Strassenunterhalt fehlt es an Teer und Bitumen.

1941
Die untere Bruggerstrasse wird entwaessert. Der Autobusverkehr nach dem Kappelerhof muss aufgehoben werden.

1940
1939 Der Autobusverkehr muss wegen Brennstoffmangel stark eingeschraenkt werden. Der Bund verfuegt vermehrten Holzschlag. Die Forstkommission der Stadt wird ersucht, nach Moeglichkeit unser Quartier zu beruecksichtigen und im oberen Kappelerhof diejenigen Baeume zu faellen, die den Sonneneinfall auf Haeuser und Gaerten behindern.

1939
Der Krieg ist in Europa ausgebrochen und beeinflusst auch unser Land. Die Militaerlasten fuer Staat und Gemeinden wachsen an, so dass nur noch die allernotwendigsten Gesuche beruecksichtigt werden koennen. Viele Maenner aus dem Quartier leisten Aktivdienst.

1938
Endlich gibt es eine AutobusVerbindung zur Stadt. Lange hatte sich der Verein darum bemueht. Das Autounternehmen Bolliger & Co fuehrt sogar eine Schuelerkarte ein: 15 Rappen pro Fahrt.

1937
An der Badenfahrt engagiert sich der Quartierverein nicht. Die Bewohner des Oberen Kappelerhofs werden taeglich durch das Pfeifen eines fruehen Dampfzugs aus dem Schlaf geweckt. Der Quartierverein wird bei den SBB vorstellig, notabene mit Erfolg.

1936
Beim Konsum wird eine automatische Telefonsprechzelle aufgestellt. Am Martinsbergfelsen wird ein Stueck abgetragen und dadurch Platz fuer ein Trottoir geschaffen.
Die Einwohnerzahl des Quartiers waechst staendig. Am 1. Maerz 1936 zaehlte der
Obere Kappelerhof 124 Familien mit 516 Personen
Untere Kappelerhof 93 Familien mit 356 Personen.

1935
25 Jahre Quartierverein. Man haelt Rueckschau auf das Geleistete. Und man feiert das Ereignis mit einer Fahrt ins Toggenburg. Voraus fuhr Juli Mueller mit seinem Auto, ihm folgten drei «gut gepolsterte und gefederte Gesellschaftswagen». Die Zahl der Mitglieder war auf 100 (auch nur Maenner?) angewachsen.

1934
Noch immer kein AutobusKurs in den Kappi, denn der braechte ein Defizit von Fr 2'772.— pro Jahr. Der Quartierverein versucht durch Zeitungsartikel, die Stimmbuerger ueber die Kappelerhoefler Schulprobleme aufzuklaeren.

1933
Die wirtschaftliche Lage hat sich keineswegs gebessert. BBC und damit die Gemeinde Baden ist von der Krise stark betroffen. Keine unnoetigen Anschaffungen, nicht einmal ein Barren und ein Stemmbalken fuer die Spielwiese. Der Quartierverein will den in eigener Regie bewilligten Kredit von Fr 200.— nicht gebrauchen, weil «so teure Geraete im Freien Schaden nehmen koennten».
Dem Gesuch an die Schulpflege, dass wenigstens die Erstklaessler den weiten Weg nach Baden nur noch einmal bewaeltigen muessten, wird entsprochen. Ein eigenes Schulhaus fuer den Kappi steht in weiter Ferne. Die Staedtischen Werke wuerden an der Stockmattstrasse eine Lampe erstellen und den Strom sogar gratis liefern, sofern der private Strassenbesitzer die Montagekosten uebernaehme.

1932
Trotz der misslichen Wirtschaftslage hat sich Verschiedenes getan. Die Bruggerstrasse ist dank eines neuen Belags staubfrei. Die Beleuchtung der Strasse wird in Angriff genommen. Der Martinsbergfelsen wird gesaeubert, um die Strasse vor Steinschlag zu schuetzen. Am Konsumgebaeude wird ein Automat fuer Postkarten und Briefmarken erstellt.

1931
Der erste und langjaehrige Praesident ist weggezogen. Der neue Praesident, H. Schleucher, nimmt die aktuellen Probleme in die Hand. Es wird vorgeschlagen, im Kappi eine Schulbaracke aufzustellen. Bis jetzt wurden die Kinder im Werkschulgebaeude der BBC unterrichtet. Zweimal pro Tag pilgerten die Kinder zu Fuss in die Stadt.
Da das Schulgesetz Massivbauten vorschreibt, wird die Baracke abgelehnt. Der Bau eines kleinen Schulhauses wird jedoch in Aussicht gestellt, «sobald es die Verhaeltnisse erlauben».
Die dreimalige Postzustellung in den Aussenquartieren wird abgelehnt. Die Erhebung der PTT ergab, dass fuer saemtliche Quartiere im Durchschnitt nur 177 Korrespondenzen, fuer den Kappi jedoch taeglich nur 16 «Briefschaften» verteilt werden mussten. Die Mitgliederzahl des Vereins waechst: 1910 = 14
1926 = 58
1931 = 90

1929-1930
In den Akten finden sich keine besonderen Ereignisse.

1928
Fuer einen spaeteren Schulhausbau neben der Kapelle taetigt die Stadt Baden einen Landkauf von 9'000 m2 zum Preise von Fr. 75'000.–.

1927
Die Kanalisationsarbeiten im Oberen Kappi sind abgeschlossen. Der Verein nimmt sich des gleichen Problems im unteren Quartierteil an.

1926
Die Bevoelkerung im Kappi waechst weiter. Der Quartierverein regt an, ein eigenes Schulhaus zu errichten.

1925
Die Staedtischen Werke wollen Wohnbaracken auf dem Areal des Werkes im Roggebode bauen. Der Quartierverein erhebt Einspruch, macht sich unbeliebt, erreicht aber doch, dass der Standort in Richtung Limmat vorgeschlagen wird.

1924
Auch die Anstoesser muessen sich an den Kosten zur Kanalisation beteiligen. Aber bitte nicht auf einmal. Der Quartierverein erreicht eine Aufteilung der Kosten auf 5 Jahre. Gegen die Errichtung einer «Werkstatt fuer chemische Fabrikation» im oberen Kappelerhof wehrt sich der Vorstand mit Erfolg.

1922-1923
Ein Unfall auf der Bruggerstrasse am Martinsbergfelsen laesst Quartierverein und Badener Behoerden am gleichen Strick ziehen. Die Baudirektion in Aarau bewilligt die Verbreiterung der unuebersichtlichen Kurve und den Bau einer Betonmauer. «Die Automobilfrequenz» verlange diese Massnahme.

1921
Erfolg fuer den Quartierverein: man einigt sich ueber Kanalisation, Strassenuebernahme und Kostenverteilung. Die Arbeiten koennen beginnen.

1920
Praesident ist wieder A. Schnebli. Das alte Lied: die leidige Kanalisation. Der Kappi sei ein steuerzahlendes Quartier wie alle andern Quartiere von Baden. Warum werde er stiefmuetterlich behandelt? Der Verein droht sogar: wenn nichts geschaehe, wuerden die Kappelerhoefler keine Gemeindesteuer mehr zahlen. Man werde der Sanitaetsdirektion Mitteilung machen und die Presse orientieren. (Grund fuer die Verzoegerung waren Querelen wegen der Kostenuebernahme. Es gab noch Privatstrassen, die erst nach und nach in die Verantwortlichkeit der Stadt uebergingen.)
Und wieder geht es um die Postzustellung in den Aussenbezirken. Die Post schlaegt vor: wer will, kann am Abend noch seine Sendungen persoenlich am Schalter abholen.

1919
Immer noch Sorgen bei der Bisquitfabrik mit der Abwasserversorgung: vom hygienischen Standpunkt aus seien die Zustaende unhaltbar und fuer einen Kurort unwuerdig. Sehr fortschrittlich klingt die Diskussion um eine elektrische Trambahn zwischen Baden und Brugg.

1918
Der Quartierverein hat schon 47 Mitglieder. Noch immer gehen Gesuche zur Kanalisation ab. Und Reklamationen ueber den Dreck in der 1909 erstellten Bahnunterfuehrung: die Reinigung durch die Stadt sei mangelhaft.

1917
Hauptprobleme sind: Kanalisation und Erweiterung der Strassenbeleuchtung. Fuer die Schulkinder, die zu Fuss in die Stadt gehen muessen, wird ein Strassengelaender entlang der Bruggerstrasse am Martinsbergfelsen verlangt, da die Strasse steil zur Bahn abfaellt.

1916
Praesident ist jetzt H. Denzler. Das Quartier waechst. Es wird eine Eingabe fuer die Erstellung der Kanalisation gemacht. Die Leute im Unteren Kappi sind mit der zweimaligen Postzustellung nicht zufrieden, der Obere Kappi erhalte dreimal am Tag Post.

1911-1915
Auf Betreiben des Quartiervereins bekommen die Leute im Unteren Kappelerhof auch zweimal am Tag Post zugestellt.

1910
Im Juli des Jahres 1910 beschloss eine Gruppe Kappelerhoefler, einen Quartierverein zu gruenden. Sie wollten damit ihren Forderungen an die Stadt Baden mehr Gewicht geben. Hauptsaechlich ging es um die Verbesserung des Verkehrs und der oeffentlichen Einrichtungen im Quartier. Auch sollte der Verein die Geselligkeit pflegen. Der erste Praesident war A. Schnebli, der Besitzer der Bisquitfabrik an der Bruggerstrasse. Jahresbeitrag Fr 2.--, Besuch der Generalversammlung obligatorisch. Bei Nichterscheinen gab es Fr -.50 Busse. Erster Erfolg: Schon Ende des Jahres hatte das ganze Quartier elektrische Beleuchtung.
baden